Beispiele für die Titelangaben in einem Literaturverzeichnis

Diese Beispiele beruhen auf den inzwischen weit verbreiteten Regeln nach DIN 1505. Die Literaturangabe für einen Zeitschriftenaufsatz umfaßt dann folgende Angaben (bitte auch auf einheitliche Satzzeichen achten):


  1. Nachname d. Verfassers,
  2. Vorname d. Verfassers:
  3. (Erscheinungsjahr, wenn mehrere Titel des Autors vorliegen)
  4. Sachtitel des Aufsatzes.wenn mehrere Titel des Autors vorliegen)
  5. Sachtitel des Aufsatzes.
  6. Titel der Zeitschrift,
  7. Erscheinungsort,
  8. Band- oder Jahrgangszahl,
  9. (Erscheinungsjahr)
  10. Heftnummer,
  11. Erste bis letzte Seite des Aufsatzes.

Beispiele:

Richter, Ingo: Was kann und muss die Fortbildung in multikulturellen Gesellschaften leisten? Jugendwohl, Freiburg, 76.Jg., (1995) H11, S.489-498.

Smolicz, J.J.: Australia. From Migrant Country to Multicultural Nation. International Migration Review, New York, Vol.XXXI, (1997) No.1, P.171-186.

So setzt Ihr einen Zeitungsartikeln an:

  1. Nachname d. Verfassers,
  2. Vorname d. Verfassers:
  3. (Erscheinungsjahr, s.o.)
  4. Titel des Artikels.
  5. Titel der Zeitung,
  6. (Erscheinungsort, sofern dieser nicht im Titel vorkommt)
  7. Ausgabe.
  8. Nummer der Zeitung
  9. "vom"
  10. Datum.
  11. Seitenangabe.

Beispiele:

Erlmann, Veit: Arabesk aus Frankfurt. Die Tageszeitung (Berlin). 27.05.1997. S.14-15.
Weidenfeld, Wolfgang: Die Weltgesellschaft entsteht nicht nach dem europäischen Modell. Frankfurter Rundschau. D.-Ausg. Nr.302 vom 29.12.1995. S.10.

Bei Aufsätzen aus Sammelwerken wird es etwas komplizierter:

  1. Nachname d. Verfassers,
  2. Vorname d. Verfassers:
  3. (Erscheinungsjahr, s.o.)
  4. Titel des Aufsatzes.
  5. "In":
  6. Titel des Sammelwerkes.
  7. "Hrsg.":
  8. Vorname d. Hrsg. (abgekürzt)
  9. Nachname d. Hrsg..
  10. Aufl.
  11. Erscheinungsort:
  12. Verlag
  13. Erscheinungsjahr.
  14. Erste bis letzte Seite des Aufsatzes.
  15. (=Reihentitel. Band- bzw.Heftangabe)

Beispiel:

Shell, Kurt L.: Multikulturalismus und die Verfassung. In: Multikulturelle Gesellschaft Hrsg.: B. Ostendorf. München: Fink 1994. S.95-109.

Bei Büchern, Broschüren und ähnlichen Materialien (als Gesamtes, nicht einzelne Aufsätze daraus) sieht die Literaturangabe so aus:

  1. Nachname d. Verfassers.
  2. Vorname d. Verfassers.
  3. Sachtitel.
  4. Untertitel.
  5. Aufl.
  6. Ort:
  7. Verlag
  8. Jahr
  9. (=Reihentitel. Band bzw. Heftangabe).

Bei Herausgeberwerken, wo i.d.R. keine Autoren angegeben sind, setzt Ihr den/die Herausgeber an die Stelle der Autoren mit dem Zusatz &qhr den/die Herausgeber an die Stelle der Autoren mit dem Zusatz "Hrsg.":

  1. Nachname, Vorname (Hrsg.):
  2. Sachtitel. ...

Beispiel:

Jung, R.H. (Hrsg.): Vielfalt gestalten - managing diversity. Kulturenvielfalt als Herausforderung für interkulturelle Humanressourcenentwicklung in Europa. Frankfurt am Main: Verlag für Interkulturelle Kommunikation 1994 (=Interdisziplinäre Europäische Studien. 1)
.

Habt Ihr zwei oder drei Autoren oder Hrsg., werden diese hintereinander aufgeführt:

  1. Nachname d. 1. Verfassers, Vorname d. 1. Verfassers; Nachname d. 2. Verfassers, Vorname d. 2. Verfassers; Nachname d. 3. Verfassers, Vorname d. 3. Verfassers:
  2. Sachtitel. ...

Beispiel:

Krummacher, Michael; Waltz, Veronika: Einwanderer in der Kommune. Analysen, Aufgaben und Modelle für eine multikulturelle Stadtpolitik. 1. Aufl.. Essen: Klartext 1996.

Bei Büchern mit mehr als drei Autoren gebt Ihr am Besten nur den ersten an mit dem Zusatz

"u.a."

Namen von Institutionen (bibliothekarisch: Körperschaften) werden im Prinzip wie Verfassernamen behandelt:

  1. Name der Körperschaft:
  2. Sachtitel. ...

Beispiel:

Diakonisches Werk der EKD: Miteinander leben. Rahmenkonzeption für die Arbeit der Diakonie mit Migrantinnen und Migranten. Stuttgart: Diakonisches Werk der EKD 1997 (=Diakonie Korrespondenz).

Bei Internetdokumenten macht Ihr sinnvollerweise folgende Angaben:

  1. Nachname des Autors,
  2. Vorname des Autors
  3. (Erscheinungsjahr).
  4. Titel des Dokuments (dem <title>-Tag im Quellcode entnommen)
  5. (Art des Dokuments, zB. WWW-Seite bzw. Text-Datei usw., Stand: letztes Änderungsdatum bzw. Version vom Download-Datum).
  6. Internet: komplette URL
  7. (Zugriff: Datum, Uhrzeit).

Beispiel:

University of Zurich, Department of Geography (Hrsg.) (1997). Leitfaden wiss. Arbeiten (WWW-Seite, Stand: 15.07.1997). Internet:http://www.geo.unizh.ch/gis/leitf/leitf_home.html (Zugriff: 24.08.1999, 23.11MEZ).

Ausführliche Beschreibungen mit zusätzlichen Regeln für Publikationsformen, die in der Norm nicht berücksichtigt sind, finden Ihr unter anderem bei:

Rückriem, Georg; Stary, Joachim; Franck, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. 10., überarb. Aufl. Paderborn u.a.: Schöningh 1997.

Allerdings zeigt sich hier, daß auch Normen durchaus unterschiedlich interpretiert werden können. Die Darstellung der Literaturangaben weicht in einigen Details von der hier dargestellten, an Rückriem/Stary/Franck orientierten Form ab.

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Übersicht

Beginn: Wissenschaftliche Arbeit schreiben

Kap. 1 - Anforderungen

Kap. 2 - Aufbau einer Arbeit

Kap. 3 - Arbeitsplanung

Kap. 4 - Themenwahl

Kap. 5 - Quellen & Materialien

Kap. 6 - Literatursuche

Kap. 7 - Lesetechniken

Kap. 8 - Exzerpieren

Kap. 9 - Gliederung erarbeiten

Kap. 10 - Rohmanuskript anfertigen

Kap. 11 - Korrekt zitieren

Kap. 12 - Reinschrift erstellen

Schlussbemerkung zum Wissenschaftlichen Arbeiten

Literaturverzeichnis

Beispiele für Arbeit schreiben

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