8.2 Welche Ordnungssysteme sollen für die Exzerpte verwendet werden?

Im Laufe der Zeit wird sich - zumindest bei größeren Arbeiten - ein ansehnliche Anzahl an Exzerpten ansammeln. Um den Überblick nicht zu verlieren, müßt Ihr Euch deshalb rechtzeitig Gedanken darüber machen, welche Arten von Karteien (oder Verzeichnisse) Ihr anlegen wollt. Nahezu jeder Ratgeber für das Schreiben einer wissenschaftlichen Arbeit enthält auch dazu einige Empfehlungen: Karteikästen in verschiedenen Größen, Hängeregistermappen oder Ordneegistermappen oder Ordner oder die verschiedensten Kombinationen dieser Systeme.

Exzerptkartei
Ihr könnt die Exzerpte nun auf Schreibpapier im DIN-A4-Format verfassen, das ist kopierfreundlich und kostengünstig). Oder Ihr benutzt Karteikarten im Format A5 oder A6 (Beispiel), die sind handlich, stabil und leicht zu ordnen, aber teuer. Letztendlich entscheidet wohl der persönliche Geschmack, welche Ordnungssysteme Ihr verwendet.

Für das Anlegen der oben erwähnten bibliographischen Kartei sollten Karteikarten verwendet werden, so lassen sich die Titel leicht in alphabetischer Ordnung sortieren. Das kleine, noch relativ billige DIN-A8-Format reicht dafür völlig aus. Selbstverständlich lassen sich diese Arbeiten auch mit dem Computer bewältigen. Voraussetzung ist mindestens, daß Ihr über ein Datenbankprogramm verfügt und auch damit umgehen könnt.

Besser geeignet als die Programme in den Office-Paketen sind spezielle Literaturverwaltungsprogramme, wie z.B. das kostenlose LiteRat. Aber auch mit dem besten Programm geht es nicht ganz ohne "handbetriebene" Ordnungssysteme. Außer vielleicht, wenn man über ein Notebook (am Besten noch mit Scanner in Taschenausführung) verfügt, das man dann wirklich überall mitschleppt. Um eine Literaturkartei und ein Ablagesystem für Kopien und andere Materialien kommt Ihr also nicht herum.

Zwei wichtige Regeln gelten für alle Ordnungssysteme, einschließlich der elektronischen:

  1. Alle Angaben müssen vollständig und zuverlässig sein.
  2. Die Ordnungssysteme müssen kontinuierlich und einheitlich, das heißt in der immer gleichen Weise, geführt werden.

Schlampig und unvollständig geführte Ordnungssysteme und Datenbanken sind wertlos, spätestens dann, wenn die entscheidende Aussage, das wichtige Zitat nicht mehr aufzufinden ist.

Weitere Unterkapitel

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Übersicht

Beginn: Wissenschaftliche Arbeit schreiben

Kap. 1 - Anforderungen

Kap. 2 - Aufbau einer Arbeit

Kap. 3 - Arbeitsplanung

Kap. 4 - Themenwahl

Kap. 5 - Quellen & Materialien

Kap. 6 - Literatursuche

Kap. 7 - Lesetechniken

Kap. 8 - Exzerpieren

Kap. 9 - Gliederung erarbeiten

Kap. 10 - Rohmanuskript anfertigen

Kap. 11 - Korrekt zitieren

Kap. 12 - Reinschrift erstellen

Schlussbemerkung zum Wissenschaftlichen Arbeiten

Literaturverzeichnis

Beispiele für Arbeit schreiben

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